Drehbare Sternkarte:

Die "Drehbare Sternkarte" vom Kosmos Verlag ist ein wichtiges Utensil für den Hobbyastronomen. Auf ihr gibt man das Datum sowie die Uhrzeit des Beobachtungszeitpunktes ein und kann ablesen, was gerade am Himmel zu sehen ist, wann welche Sterne aufgehen, kulminieren (d.h. ihren höchsten Stand erreichen) und wieder untergehen. Hat man die Himmelskoordinaten eines Planeten, so kann man seine Position am Nachthimmel feststellen. Ebenso kann der Auf- und Untergang der Sonne festgestellt werden, d.h. wann es hell und dunkel wird. Die Bahndaten von Planeten findet man über Astronomiesoftware bzw. Ephemeridenkalender heraus, die im Handel erhältlich sind.




Okularfilter:

Ein Wort zuvor: ein Filter bringt keine neuen Bildinformationen, die zuvor nicht da waren. Wie der Name schon sagt, filtert er aus, d.h. er verringert die Bildinformation. Jedoch kann die Verwendung von Filtern dazu beitragen, Details und Strukturen auf der Oberfläche von Sonne, Mond und Planeten besser hervorzuheben und sichtbar werden zu lassen, indem irrelevante Bildinformationen reduziert und abgeschwächt werden. Die korrekte Aussprache lautet übrigens "das Filter", ich bleibe hier jedoch bei der ebenso üblichen maskulinen Aussprache.

Ein Mondfilter soll das sehr starke und gleissende Licht bei Vollmond filtern und einen besseren Kontrast bieten, sodass man die Krater besser erkennen kann. Zu diesem Zweck benutzt man auch gerne einen allgemeinen Graufilter oder den Baader Kontrast-Booster.

Ein Objektiv-Sonnenfilter (Baader AstroSolarfolie ND5.0) soll die Beobachtung der Sonne im Weißlicht (Integrallicht) ermöglichen. Hier erkennt man Sonnenflecken, Fackelgebiete und die Granulation auf der Sonnenoberfläche (Photosphäre). Gerade in Verbindung mit der AstroSolarfolie oder einem Herschelprisma gibt es von Baader den Solar Continuum Filter, der die Sonnenflecken mit einem sehr hohen Kontrast zeigt.

Verschiedene Farbfilter wie rot, orange, gelb, grün, blau und violett helfen, Oberflächendetails des Mars, Strukturen von Wolkenbändern des Jupiter oder der Saturnringe besser zur Geltung kommen zu lassen. Graufilter gelten als allgemeine Dämpfungsfilter, denn sie sind farbneutral und lassen jede Farbe gleich gut durch, reduzieren jedoch die gleissende Helligkeit und erhöhen den Kontrast.

Einen UV/IR-Sperrfilter verwendet man zumeist in der Astrofotografie. Er dient dazu, ultraviolettes und infrarotes Licht auszufiltern, auf das der CCD- sowie CMOS-Chip einer DigiCam oder WebCam empfindlich reagiert. Ansonsten kann es zu unschönen Farbsäumen im Bild kommen. Ein UV/IR-Sperrfilter filtert also ultraviolettes sowie infrarotes Licht heraus, lässt jedoch den Rest passieren. Ein IR-Passfilter wird für das Gegenteil verwendet. Er lässt nur infrarotes Licht (meist einer bestimmten Wellenlänge) passieren und sperrt den Rest aus. Diese Filter verwendet man oft, um bei Marsaufnahmen die rote Färbung zu erhalten. Hierbei wird Mars einmal mit und einmal ohne IR-Passfilter aufgenommen. Das filterlose, hellere Bild enthält die Helligkeits- und Bildinformationen, das gefilterte, dunklere Bild enthält die Farbinformation. Beide Bilder werden anschliessend digital zu einer Kompositaufnahme kombiniert. Ein Sperrfilter sperrt also, und ein Passfilter lässt passieren. Anbei sei noch erwähnt, daß man einen UV/IR-Sperrfilter unter anderem bei der Sonnenbeobachtung mit einem Herschelprisma oder der Baader AstroSolarfolie ND3.8 verwendet!

Spezielle Nebelfilter verwendet man für die Beobachtung von Deep Sky Objekten. Diese sind jedoch sehr teuer und teilweise nur visuell oder fotografisch geeignet. Der UHC (Ultra High Contrast) Nebelfilter ist ein Allrounder und findet seine Anwendung meist bei der visuellen Beobachtung. Er erhöht den Kontrast, indem er lästiges Streulicht (Skyglow) herausfiltert, der Himmel wird schwarz. Dadurch kann man auch aus lichtverschmutzten Gegenden noch ein wenig Deep Sky betreiben. Dennoch kann kein Filter einen dunklen Himmel ersetzen!

O-III Filter verwendet man für die Beobachtung von Planetarischen Nebeln und Emissionsnebeln, die im blau-grünen Licht des Sauerstoffs strahlen. H Filter verwendet man für die Beobachtung von Nebeln, die im roten Licht des Wasserstoffs strahlen. H-alpha Filter (nicht zu verwechseln mit den H-alpha Sonnenfiltern zur Beobachtung der Chromosphäre!) werden meist für fotografische, H-beta Filter für visuelle Zwecke verwendet.




Objektiv-Sonnenfilter:

Die herkömmlichen Okular-Sonnenfilter werden ins Okular geschraubt. Auf das Objektiv kommt ein Staubschutzdeckel, der meist eine kleine, abnehmbare Kappe besitzt. Durch diese Abblendung fällt weniger Sonnenlicht ein. Diese Art der Sonnenbeobachung darf nur bei tief stehender Sonne erfolgen, also kurz nach Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang, jedoch niemals bei hoch stehender Sonne. Der grosse Nachteil bei dieser Methode ist, dass durch die extreme Hitzeentwicklung nahe des Brennpunktes der Okular-Sonnenfilter und das Okular selber zerplatzen kann. Wenn man dann gerade durchblickt, droht die sofortige Erblindung. Diese Art der Beobachtung ist voller Nachteile und Gefahren. Aus diesem Grund verwendet man einen Objektiv-Sonnenfilter. Dieser besteht aus einer speziellen Folie, die extra für die Sonnenbeobachtung entwickelt und hergestellt wurde. Wenn Ihr Euch eine dieser Brillen zur Sonnenfinsternis gekauft habt, kennt Ihr sowas schon. Dieser Filter wird oben auf das Objektiv gesetzt. Dies hat den Vorteil, dass die Folie die Sonne schon filtert, bevor sie in den Tubus fällt. Dadurch gibt es keine Gefahr mehr, dass die Hitze den Okular-Sonnenfilter zerspringen lassen würde, denn es gibt keine Hitze mehr.

Der Okular-Sonnenfilter wird übrigens nicht benötigt, wenn man die Folie über dem Objektiv hat. Objektiv-Sonnenfilter sind gar nicht so teuer und man braucht nicht um sein Augenlicht zu fürchten. Trotzdem sollte man behutsam mit der Folie umgehen, da diese zwar stabil, jedoch nicht unzerstörbar ist. Es gibt auch Objektiv-Sonnenfilter aus Glas, diese sind jedoch teurer wie die aus Folie und zerbrechlich. Wichtig zu erwähnen wäre noch, dass Sonnenbeobachtung oft dadurch geschieht, dass man das Teleskop mit dem Staubschutzdeckel versieht, die kleine Öffnung offen lässt (abblendet), und dann die Sonne mittels Projektion auf einen weissen Karton oder ähnlichem beobachtet. Dies ist die sicherste Methode für das Auge. Hierbei ist jedoch darauf zu achten, daß nur einfache Okulare verwendet werden. Mehrlinsige, verkittete Okulare können unter der Hitzeentwicklung zerspingen!

Denkt bitte bei der Sonnenbeobachtung daran, die Schutzkappe auf das kleine Sucherfernrohr zu setzen, denn schon oft haben sich Leute die Kopfhaut bei der Beobachtung verbrannt, weil die Sonne durch den Sucher gebündelt auf den Kopf fiel. Objektiv-Sonnenfilter für größere Teleskopöffnungen können mit Sonnenfilterfolie und Pappstreifen relativ leicht und günstig selbst hergestellt werden. Achtet jedoch auf die Angaben der Folien: es gibt zwei verschiedene Folienarten, mit einer optischen Dichte von ND3.8 sowie ND5.0. Die 3.8er Folie wird für astrofotografische Zwecke benutzt. Die 5.0er Folie wird für visuelle Zwecke verwendet und lässt nur 1/100.000 des Sonnenlichts durch. Ihr braucht also die 5.0er Folie! (erhältlich z.B. bei Baader Planetarium, AstroSolarfolie ND5.0). Die 3.8er Folie darf zur visuellen Beobachtung nur in Verbindung mit einem zusätzlichen Graufilter inkl. einem UV/IR-Sperrfilter im Okular benutzt werden!

Sonnenbeobachtung ist nicht ungefährlich! Lasst das Teleskop, gerade in Anwesenheit von Kindern, nicht unbeaufsichtigt! Ebenso ist dringend davon abzuraten, andere Hilfsmittel zur Sonnenbeobachtung heranzuziehen. Die oft erwähnten Alufolien, rußgeschwärzte Glasscheiben, Schweißerschilder, CDs, belichtete Filmstreifen sowie die Rettungsfolie aus dem Verbandskasten sind zur Sonnenbeobachtung nicht geeignet! Ein Blick durch die Rettungsfolie würde Euch zwar Sicherheit vortäuschen, da das Bild abgedunkelt erscheint, jedoch sind diese Folien nicht dafür konzipiert, die gefährliche UV- und Infrarotstrahlung zu filtern. Gerade Infrarotstrahlung kann für das Auge einen bleibenden Schaden verursachen, den man nicht direkt bemerkt. Außerdem ist die visuelle Qualität der alternativen Methoden indiskutabel, da sie zu einem ganz anderen Zweck konzipiert wurden. Also: Finger weg von allem, was kein offizieller Sonnenfilter ist!

Es gibt spezielle H-alpha Filter und Protuberanzenansätze, welche die Beobachtung der Sonne im roten Licht des Wasserstoffs erlauben, hier sieht man besonders gut die Flares, die Granulation der Sonne sowie die Protuberanzen und Filamente, allerdings kosten diese Geräte ein Vermögen (einige tausend Euro)!!! Eine günstige Alternative auch zum Einstieg in die H-alpha Beobachtung sind das Coronado PST und das Lunt. Die Beobachtung der Sonne mit normalen Sonnenfiltern erfolgt im sogenannten Weißlicht oder Integrallicht, hier kann man deutlich die Sonnenflecken beobachten und wenn man Glück hat, auch ein wenig die Granulation oder Fackelgebiete am Sonnenrand erkennen. Ein zusätzlicher Baader Solar Continuum Filter erhöht den Kontrast der Flecken erheblich. Weißlichtfilter erlauben das Beobachten der Photosphäre, also der Sonnenoberfläche, H-alpha Filter hingegen das der darüberliegenden Chromosphäre, der Sonnenatmosphäre.

Auf dem unteren Bild erkennt man einige Selbstbau-Sonnenfilter aus Baader AstroSolarfolie ND3.8 und ND5.0. Diese sind beschriftet, sodaß ich genau weiss, für welches Gerät der jeweilige ist und welche optische Dichte er hat. Mit der Fertigung von Sonnenfiltern kenne ich mich mittlerweile recht gut aus, denn ich habe bestimmt um die 30 Stück gebaut.




Anleitung zum Bau eines Sonnenfilters aus Baader AstroSolarfolie:

Ein einfacher und günstiger Bau eines Sonnenfilters geschieht mit der AstroSolarfolie der Firma Baader Planetarium. Der Bau eines solchen Filters (z.B. für einen 80mm Refraktor) dauert etwa 15 Minuten.

Wichtig ist die korrekte Folie: es gibt eine visuelle Folie mit der optischen Dichte von ND5.0 sowie eine fotografische Folie mit der optischen Dichte von ND3.8. Es ist auf jedenfall die visuelle Folie ND5.0 zu besorgen!


Hier zuerst einmal eine kleine Übersicht über die benötigten Materialien:

- Baader AstroSolarfolie ND5.0 (zu beziehen über www.baader-planetarium.de)

- DIN A4 Blatt (200mm x 290mm) ca. 20 Euro,
  reicht für Geräte bis etwa 127 mm Tubusdurchmesser (5")

- Folie (1000m x 500mm) ca. 64 Euro,
  reicht dann für größere Geräte bis etwa 407mm Tubusdurchmesser (16")

- Pappkarton von etwa 700mm x 500mm Größe, ca. 2 bis 3 Euro,
  erhältlich im Schreibwarenladen

- Doppelseitiges Klebeband, Tesafilm, Schere


Zuerst wird ein etwa 2cm breiter Pappstreifen geschnitten, der so lang ist, dass er den Tubus einmal komplett umspannt und ein wenig überlappt. Das erste Ende wird mit einem Streifen Tesafilm am Tubus befestigt, das zweite Ende wird straff um den Tubus gelegt und mit einem Streifen doppelseitigem Klebeband über das erste Ende geklebt. Nun hat man einen Pappring, der recht straff auf dem Tubus sitzen sollte und mit einem leichten "Plopp" von Tubus zu entfernen und wieder aufzusetzen ist. Diesen lassen wir erst einmal auf dem Tubus sitzen. Wichtig ist, dass der vordere Rand des Pappringes bündig mit dem Tubusende ist.

Nun versehen wir den Pappring mit einigen Streifen doppelseitigem Klebeband, welche sich in einigem Abstand um den Pappring verteilen. Anschliessend ziehen wir alle Klebefolien ab und stülpen die AstroSolarfolie so über, dass an jeder Seite des Pappringes so viel übersteht, dass der Pappring auf jedenfall überdeckt wird. Die Folie darf sich dabei auch leicht wellen, das ist nicht schlimm, sie sollte sogar nicht allzu straff gespannt sein.

Jetzt versehen wir die Folie (wie schon zuvor den Pappring) mit einigen Streifen doppelseitigem Klebeband, welche sich in einigem Abstand um die Folie verteilen. Dann schneiden wir uns erneut einen etwa 2cm breiten Pappstreifen. Wir ziehen die Klebefolien ab und legen auch diesen Pappstreifen einmal komplett um den Tubus, dabei gut straffen und das zweite Ende wieder mit doppelseitigem Klebeband über das erste Ende kleben.

Nun können wir den Filter vorsichtig am Tubus abziehen. Wir haben nun zwei Pappringe, zwischen denen die Sonnenfilterfolie gespannt ist. Die überstehenden Folienreste an hinteren Ende der Pappringes können wir einfach abschneiden. Anschliessend mit Tesafilm noch die beiden Pappringe an hinteren Ende (dort wo wir die Folienreste abgeschnitten haben) ein wenig miteinander verkleben, und fertig ist der Sonnenfilter Marke Eigenbau. Am besten den Pappstreifen noch mit einem Stift beschriften, z.B. Orion ED80, ND5.0, damit man genau weiss, für welches Gerät er ist und welche optische Dichte der Filter hat.

Nach dieser Bauweise kann man sich selber Sonnenfilter für sämliche Teleskope, Ferngläser und Sucherfernrohre basteln.




Sonnenfilter für das Canon 10x30 IS:

Da Sonnenfilter nach Standardbauweise (siehe Beitrag oben) auf dem Canon Fernglas nicht halten, musste ich mir etwas anderes einfallen lassen. Anstatt sie von außen über die Objektivlinsen zu stülpen, bastelte ich mir Halterungen, die in die Tubusöffnung gesteckt werden. Hierfür habe ich zwei Gummiaugenmuscheln genommen, an denen Streulichtblenden angebracht waren. Diese "Lappen" habe ich abgeschnitten, da die Gummimuscheln sowieso schon so locker waren, dass sie auf keinem Okular mehr hielten. Die Gummiringe passen nun mit ein wenig Gefriemel in den Tubus hinein und sitzen dadurch vor den Objektivlinsen, ohne herauszufallen.

Die Sonnenfilterfolie habe ich über die Gummiringe gespannt, mit Kleber geklebt und mit Tesaband anschliessend noch fixiert. Die Filter können ganz leicht geknautscht werden, um sie in den Tubus zu drücken, dort dehnen sie sich wieder aus und fallen nicht heraus. Beim Fokussieren des Fernglases werden die Objektivlinsen in ihrer Position verschoben. Ich fokussiere daher erst so, dass die Linsen ganz nach vorne auf Anschlag geschoben werden und schiebe dann die Sonnenfilter rein, dadurch habe ich anschliessend den vollen Fokussierweg zur Verfügung.




Okulare, Barlow-Linsen und Focal Reducer:

Mindestens 2 bis 3 Okulare verschiedener Brennweite sollten schon vorhanden sein, um das Teleskop angemessen nutzen zu können. Weitere Okulare sind natürlich nicht verkehrt. Wenn die finanziellen Mittel knapp sind, sollte man lieber weniger Okulare von guter Qualität besitzen, als 20 Okulare, die alle nichts taugen.

Okulare mit einer geringen Vergrösserung (lange Brennweite) eignen sich hervorragend, um einen größeren Teil des Himmels zu erfassen. Man hat ein grosses Gesichtsfeld und kann Sternansammlungen überblicken. Mit einem 32mm Okular als Beispiel kann man die Plejaden oder die offenen Sternhaufen h & chi sehen oder sich einen Überblick über die Sonne und den Mond verschaffen. Ausserdem kann man gesuchte Objekte erst einmal ins Sichtfeld nehmen, bevor man zu einer höheren Vergrösserung (kurze Brennweite) wechselt. Ein 12mm Okular kann schon interessante Einzelheiten von Planeten zeigen, wie z.B. die Cassini-Teilung der Saturnringe oder die Wolkenbänder auf Jupiter. Ein 7.5mm Okular zeigt schon viele Einzelheiten der Mondoberfläche, wie z.B. Krater.

Okulare gibt es meistens in drei verschiedenen Durchmessern: 0.96" (24.5mm), 1.25" bzw. 1 1/4" (31.8mm) sowie 2" (50.8mm). Der Okularstandard ist 1.25", mittlerweile werden aber die meisten Okularauszüge mit 2" und einen Reduzierstück auf 1.25" angeboten, sodaß man 1.25" Equipment nutzen kann. 0.96" findet man meistens nur noch bei sehr alten Teleskopen oder bei billigen Einsteigermodellen wie den beliebten Kaufhaus-Teleskopen. Doch auch hierfür gibt es Adapter zu kaufen, sodass man 1.25" Okulare am 0.96" Okularauszug benutzen kann bzw. umgekehrt. Hierbei muss man jedoch aufpassen, dass keine Vignettierung auftritt.

Meine 1.25" 2x / 1.5x TS Super Barlow dient zur Verlängerung der Brennweite. Die 2x macht z.B. aus den 1250mm meines Dobson 2500mm. Daher kann ich höhere Vergrößerungen fahren, jedoch verringert sich dabei das Gesichtsfeld. Die maximal sinnvolle Vergrößerung bleibt dabei jedoch gleich, d.h. bei meinem Dobson beträgt sie weiterhin 500x. Das Übervergrößern lohnt sich jedoch nur bei Sonne und Mond, da mit Überschreiten der max. sinnvollen Vergrößerung das Bild unschärfer und dunkler wird. Sonne und Mond sind z.G. nah und hell genug, um auch in höheren Vergrößerungen noch einigermassen ansehnlich zu wirken, jedoch setzt das Seeing hier meistens Grenzen. Das Barlowelement ist in einer Verlängerungshülse untergebracht und herausschraubbar. Wenn ich die Verlängerungshülse benutze, habe ich einen Verlängerungsfaktor von 2x, wenn ich das Linsenelement herausschraube und ohne Verlängerungshülse direkt in das Filtergewinde des Okulars schraube, habe ich einen Verlängerungsfaktor von 1.5x. Der Vorteil einer Barlow besteht darin, dass man mit einem Okular zwei verschiedene Vergrößerungen erzielen kann (mit und ohne Barlow), und das unter Beibehalten des Gesichtsfeldes des verwendeten Okulars!

Ein Barlowelement benutzt man auch gerne als Ersatz für einen Glaswegkorrektor am Bino-Ansatz, um in den Fokus zu kommen. Ebenso verwendet man eine Barlow gerne bei der WebCam-Fotografie, um höhere Vergrößerungen zu erzielen. Tipp: Wenn eine Barlow anstatt vor das Okular direkt vor das Zenitprisma bzw. den Zenitspiegel gesetzt wird, erzielt man meist eine noch höhere Vergrößerung, z.B. 3x anstatt 2x.

Mein 1.25" Astrocom Focal Reducer 0.5x dient zur Verkürzung der Brennweite. Die 0.5x machen aus den 1250mm meines Dobson 625mm. Die Vergrößerung nimmt dadurch zwar ab, jedoch vergrößert sich das Gesichtsfeld. Ein Focal Reducer wird meistens in der Astrofotografie verwendet, um die Belichtungszeit zu verringern.

Wichtig zu wissen ist, dass eine Barlow bzw. ein Focal Reducer nicht nur die Brennweite eines Teleskops ändern, sondern auch das Öffnungsverhältnis (Blende)!




Telrad Finder:

Der Telrad Finder ist eine Visiereinrichtung und ein sehr nützliches Zubehör für jedes Teleskop, auch als Zusatz zu einem vorhandenen Sucherfernrohr. Der Telrad ist ein Plastikkästchen mit einer Grundplatte, welche am Teleskop montiert wird. Der Telrad ist danach abnehmbar. Im Telrad stecken zwei Mignonbatterien, ein kleiner Hebel dient zum Ein- und Ausschalten des Gerätes sowie zur Helligkeitsregelung. Oben ist eine schräge Glasplatte im Winkel von 45° angebracht, durch die man hindurchschaut. Der Telrad hat im Gegensatz zu einem Sucherfernrohr keine Vergrößerung, d.h. man sieht durch die Glasscheibe den Himmel unverändert, wie man ihn mit bloßem Auge sieht. Im Telrad steckt eine eingebaute Leuchte, die drei rote, konzentrische Kreise (Durchmesser 0.5°, 2° und 4°) auf die Glasscheibe projiziert. Dadurch sieht man durch die Glasscheibe den unveränderten Nachthimmel inkl. Kreise und kann so ohne Probleme Objekte am Himmel auffinden, die selbst trotz Sucherfernrohr oft schwer zu finden sind, da man im Sucher oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Der Telrad wird als Finder bezeichnet, da man hiermit wirklich mehr findet als sucht (der Finder findet, der Sucher sucht). Über drei Justierschrauben lässt sich der Telrad justieren und danach einfach abnehmen und verpacken. Später kann er meist ohne neu justiert zu werden wieder montiert werden. Ich selber habe mir einen Telrad zugelegt und bin einfach begeistert! Allerdings sollte man nicht verschweigen, dass der Telrad nur größere Objekte finden kann, die mit bloßem Auge sichtbar sind, in einem Sucher hingegen erkennt man durch die Vergrößerung Sterne, die mit bloßem Auge nicht zu erkennen sind. Zu beachten ist auch, dass der Telrad eine respektable Größe aufweist, auf Bildern wirkt er meist kleiner, wie er in Wirklichkeit ist.

Nachträglich habe ich den Telrad mit einer Tauschutzkappe bestückt. Da die Glasscheibe trotz allem in sehr feuchten Nächten beschlägt und man dann kaum noch etwas erkennen kann (ein leider sehr bekanntes Manko des Telrad), habe ich ihn mit einer Selbstbau-Heizung versehen. Hierfür habe ich einen 5 Watt Keramikwiderstand mit 15 Ohm verwendet. Unter der Glasscheibe habe ich eine Metallklammer befestigt und links und rechts daneben habe ich mit einer heissen Büroklammer zwei kleine Löcher durchs Plastik gebohrt. Die Anschlußbeinchen des Widerstandes kamen durch die Löcher und wurden im Inneren des Telrads mit Schrumpfschlauch überzogen und dann verdrillt, dadurch wird der Widerstand gehalten und die Metallklammer verhindert ein eventuelles Schmelzen des Plastiks unter dem Widerstand. Neben dem Telrad-Poti bohrte ich zwei Löcher, eines für eine rote Blink-Leuchtdiode (inkl. Vorwiderstand) sowie eines für einen Ein-/Aus-Schalter. Im Batteriefach war neben dem Mignonhalter noch Platz für eine 9V-Blockbatterie. Anschliessend wurden die Kabel sauber verlötet, mit Schrumpfschlauch versehen und durch Heißklebepunkte fixiert. Um die Montage und Lötarbeiten durchzuführen, musste ich den Batteriefachdeckel sowie den Enddeckel, der den Spiegel mit den Justierschrauben enthält, entfernen. Anschließend wurde der Telrad wieder zusammengebaut.

Wenn ich nun den zusätzlichen Schalter einschalte, fängt die rote LED an zu blinken und signalisiert mir, daß die Heizung eingeschaltet ist. Gleichzeitig wird der Widerstand warm und gibt seine Wärme in den Raum unter der Glasscheibe ab. Verstärkt wird diese Wirkung durch die geschlossene Tauschutzkappe. Hinweis: die 9V-Blockbatterie wird bei diesem Vorgang (hohe Stromentnahme für den Widerstand) nicht heiß! Dies war mir sehr wichtig, denn die Batterie darf durch die Wärmeentwicklung des Widerstandes zwar leer werden, sich jedoch nicht selber erhitzen.






Astronomie-Software:

Von besonderem Interesse für am Computer arbeitende Hobbyastronomen dürfte ohne Frage Astronomie-Software sein. Diese ermöglicht die Darstellung von Sonne, Mond, Planeten und Sternen zu jedem x-beliebigen Zeitpunkt. Es gibt im Handel spezielle Ephemeriden-Jahreskalender in Buchform, diese beinhalten die Positionen der Planeten zu jedem Zeitpunkt des Jahres. Diese Aufgabe bewältigt Astrosoftware problemlos. Es lassen sich Ereignisse wie Sonnen- und Mondfinsternisse simulieren, Kometenbegegnungen, Meteoritenschauer und vieles mehr.

Es gibt verschiedene Arten von Astrosoftware, Freeware sowie kommerzielle Programme. Diese sind zwar nicht billig, bieten aber meistens mehr Funktionen als Freeware und sind oftmals grafisch ansprechender. Ich selber benutze die folgenden Programme für meine Beobachtungen: Celestia (Freeware, bietet virtuelle Flüge durch unser Sonnensystem), Das Planetarium 1900 - 2100 (Freeware, simuliert die Himmelsansicht und zeigt die aktuelle Position der Planeten), Virtual Moon Atlas (Freeware, bietet zoombare Mondkarten), RedShift (kommerzielles Programm, simuliert die Himmelsansicht und zeigt die aktuelle Position der Planeten, berechnet Sonnen- und Mondfinsternisse, bietet Lernprogramme etc.), Cartes du Ciel (Freeware, simuliert ebenfalls die Himmelsansicht und druckt gute Sternkarten), Stellarium (Freeware, simuliert den Sternenhimmel als eine Art Outdoor-Planetarium), Hallo Northern Sky (Freeware, simuliert die Himmelsansicht) sowie Eye & Telescope (kommerzielles Programm, bietet einen Beobachtungsplaner für eigene Beobachtungen sowie ein Logbuch an). Als weitere, kommerzielle Programme wären Guide, SkyMap, WinStars und Starry Night zu erwähnen.

Zudem gibt es spezielle Bildbearbeitungssoftware wie z.B. Giotto, RegiStax, Fitswork, Iris, iMerge oder FilterSIM (alle Freeware), mit deren Hilfe man astronomische Aufnahmen von einer WebCam oder DigiCam aufaddieren (stacken), nachbearbeiten und Details verbessern kann.

 

Justierutensilien:

Unten seht Ihr verschiedene Gerätschaften, die für eine erfolgreiche Justierung (Kollimation) der Teleskope sehr nützlich sind. Von links nach rechts sind dies: ein Justierokular (Peilhülse, lag standardmässig meinem Galaxy Dobson D10 bei), ein Sight-Tube-Cheshire Justierokular (langbauend), sowie ein Justierlaser für Newton-Teleskope.

Dieser dient zum Justieren des Haupt- und Fangspiegels. Früher musste ich meinen Dobson immer im Hellen und zu zweit justieren, dies geht nun auch im Dunklen und alleine.

Durch den Schrägeinblick kann man problemlos vom Ende des Teleskops (vom Hauptspiegel aus) zum Okularauszug schauen und den Laserpunkt erkennen. Wichtig für die erfolgreiche Kollimation ist jedoch eine vorher auf dem Hauptspiegel korrekt angebrachte Mittenmarkierung. Der Justierlaser besitzt zudem ein Filtergewinde, um ein Barlowelement aufzunehmen. Mit diesem gibt es nämlich eine spezielle Justiermethode, den Barlowed Laser.




Azimut-Hebel:

Gerade beim zenitnahen Beobachten mit einem Dobson-Teleskop merkt man, wie schwer sich der Tubus in der azimutalen Richtung bewegen lässt. Aus diesem Grund montieren sich viele Dobsonians einen Azimut-Hebel an die Rockerbox. Hierfür benötigt man nur einen abgesägten Besenstiehl und zwei Metallschellen aus dem Baumarkt.

Vielen Dank an Thorsten vom Köln-Bonner-Astrotreff für den Tipp.




Rotlicht-LED Stirnlampe und Rotlicht-LED Stablampe:

In der Astronomie ist Rotlicht unerlässlich, um die Dunkeladaption der Augen zu erhalten. Daher habe ich mir zwei Rotlicht-LED Stirnlampen gekauft, welche über ein Gummiband am Kopf getragen werden, sodaß man die Hände frei hat.

Aus zwei Stablampen, die einst Glühbirnen enthielten, bastelte ich mir eine Rotlichtlampe sowie eine Infrarotlampe. Bei Conrad Electronic bestellte ich LED-Reflektoren, die eine Bündelungslinse enthalten. Die eine Lampe wurde mit einer starken, roten LED (5mm) bestückt, die andere Lampe bekam eine extra starke IR-LED (5mm). Ebenso erhielten beide Lampen einen Vorwiderstand, um die LEDs zu schützen. Die Rotlicht-LED Stablampe benutze ich nun, wenn ich rotes Licht für meine Astroeinsätze benötige, die Infrarot-LED Stablampe benutze ich als zusätzliche Leuchte für mein Nachtsichtgerät Cyclop-1.




Projektionsadapter sowie weitere Fotoadapter:

Auf den unteren Bildern seht Ihr etliches Zubehör, welches für die Fotografie unerlässlich ist. Da wären Adapterringe, Projektionsadapter für die Okularprojektion, Abstandshülsen und Kamerahalter. Hier kommt die genaue Bezeichnung der Teile.

oberes Bild:
linke Seite von oben nach unten:
1. - Baader Hyperion Zoom Okular mit Adapterring, T-2 Verlängerungshülse 40mm und T-2 Adapter auf Nikon F-Bajonettverschluß
2. - 2" Adapter auf T-2, Okularprojektionshülse mit beidseitigem T-2 Gewinde und eingelegtem 25mm Baader Eudiascopic Plössl Okular und T-2 Adapter auf Nikon F-Bajonettverschluß

rechte Seite von oben nach unten:
1. - 8mm Baader Hyperion Okular mit Adapterring, T-2 Verlängerungshülse 7.5mm und T-2 Adapter auf Philips ToUcam Pro II
2. - 23mm Okularprojektionsadapter mit T-2 Gewinde zur Benutzung am Bresser Mikroskop (inkl. 20mm Huygens Okular, 2-linsig, 0.96")
3. - 23mm Adapter auf 1.25" (zur Adaption einer WebCam am Bresser Mikroskop).

unteres Bild:
von oben nach rechts unten, dann jeweils die linke Reihe von oben nach unten:
2" Verlängerungshülse 80mm, 2" Verlängerungshülse 50mm, 2" Verlängerungshülse 35mm, T-2 Verlängerungshülse 40mm, T-2 Verlängerungshülse 7.5mm, Okularprojektionshülse mit beidseitigem T-2 Gewinde, Reduzierstück 2" auf 1.25" (inkl. T-2 Gewinde), 2" Adapter auf T-2 (inkl. 2" Filtergewinde), 1.25" Adapter auf T-2 (inkl. 1.25" Filtergewinde), T-2 Adapter auf Philips ToUcam Pro II (inkl. 1.25" Filtergewinde, nicht auf dem Foto ist ein ebenfalls vorhandener 1.25" Adapter auf Philips ToUcam Pro II inkl. 1.25" Filtergewinde), Reduzierstück 2" auf 1.25" (inkl. 2" Filtergewinde), C-Mount Adapter auf 1.25" (inkl. 1.25" Filtergewinde), Hoya IR72 Infrarotfilter (720nm, Filtergewinde 52mm), Hama/Hoya Makrolinse (+10 Dioptrien, Filtergewinde 52mm), 2" Adapter für Baader Hyperion Zoom Okular (nicht auf dem Foto ist ein ebenfalls vorhandener 1.25" Adapter).

Nun folgen von links nach rechts: T-2 Adapter für Baader Hyperion Zoom Okular, T-2 Adapter für Baader Hyperion Okular, 1.25" Parfokalring.
In der Reihe darunter sind zwei T-2 Adapter auf Nikon F-Bajonettverschluß zu sehen (2 Stück). Darunter befindet sich die Orion SteadyPix SLR Camera Mount Digiklemme L mit 1.25" Okularhalter (2 verschiedene Größen).






Unihedron Sky Quality Meter (SQM):

Der Sky Quality Meter ist ein Belichtungsmesser und dient zur Erfassung der Himmelshelligkeit bei Nacht. Der ermittelte Wert wird in mag/arcsecē angezeigt, das ist die Magnitude (Helligkeit) pro Quadratbogensekunde. Der Wert zeigt die Himmelsqualität für den Hobbyastronomen an und kann mit einer speziellen Funktion im Programm "Eye & Telescope" in die visuelle Grenzgröße (fst = Faintest Star) umgerechnet werden. In dem Gerät ist zudem ein Thermometer integriert, welches die Umgebungstemperatur anzeigt.




Bino-Ansatz:

Der binokulare Ansatz AE Bino-Mate von Astrocom ist an den Refraktoren eine hervorragende Ergänzung, besonders bei der Sonnen- und Mondbeobachtung. Es ist ein fantastisches Erlebnis, durch das Bino fast dreidimensional über der Mondoberfläche zu schweben.

In den meisten Fällen benötige ich ein Barlowelement als Ersatz für einen Glaswegkorrektor, um in den Fokus zu kommen. Das Bino hat einen optischen Weg von 100mm, daher benötigen Refraktoren genügend Backfokus, um ohne Glaswegkorrektor in den Fokus zu kommen.




Giro Mini (links) und Baader WITTY-1 (rechts):

Die Giro Mini ist eine azimutale Montierung mit einer Tragkraft von etwa 9kg. An der Gegengewichtsstange befindet sich ein Gegengewicht von 2kg. Ich benutze sie auf meinem Säulenaufsatz. Für die visuelle Beobachtung ist die Giro klasse, da man das Teleskop einfach greifen und in jede beliebige Richtung schwenken kann, ähnlich der Montierung eines Dobsons.



Rechts seht Ihr eine Baader WITTY-1 Tangentialverstellung (montiert auf einer Fotostativ Schnellwechselplatte), welche eine Feineinstellung von Azimut und Höhe erlaubt. Die Tragkraft beträgt etwa 1.8kg. Über die WITTY kann ich Azimut und Höhe wesentlich feiner einstellen wie über die doch relativ groben Achsen des Fotostativkopfes. Mein herzlicher Dank gilt Wilhelm vom Köln-Bonner-Astrotreff, der sich von dem kleinen aber feinen Teil trennen konnte.


          

Säulenaufsatz:

Speziell für die rein visuelle Beobachtung wollte ich ein stabiles Stativ mit einer rein azimutalen Montierung. Das Stativ der H-EQ 5 ist hierfür bestens geeignet, ist es doch sehr stabil. Allerdings ist es zu niedrig, um meine Giro Mini Montierung zu tragen, der Einblick ist dann sehr unbequem. Daher habe ich mir den hier abgebildeten Säulenaufsatz bestellt, dadurch kann ich die Giro Mini auf das Stativ der H-EQ 5 packen, und habe doch einen sehr angenehmen Einblick, und das Ganze ist sehr stabil. Zudem ist es nun einfacher, mit langen Refraktoren auf der Montierung zu hantieren, ohne daß man irgendwo gegen kommt. Wenn ich fotografieren möchte, nehme ich den Säulenaufsatz samt Giro ab und setze die H-EQ 5 Montierung auf.

Auf dem Foto ist zu sehen, dass ich das Dreibeinstativ noch nicht ganz gespreizt habe, erst dann wird in Verbindung mit der Dreiecksplatte das Ganze wirklich stabil. Die Beine sind ebenfalls noch nicht ganz ausgezogen und können im Notfall noch mehr an Höhe liefern. Eingezogen reicht es für das Beobachten im Sitzen, ausgezogen für das Beobachten im Stehen. Auf dieser Kombination kann ich Geräte mit bis zu 9kg betreiben.




Lunt Blockfilter B1200 (links) und AE Bino-Mate (rechts):

Links ist der Lunt Blockfilter B1200 abgebildet. Der 1.25" Okularstutzen besitzt ein T-2 Fotogewinde (oberes Bild). Daran kann man z.B. eine digitale Spiegelreflexkamera anschließen. Mit meiner Nikon D50 komme ich so leider nicht in den Fokus, daher habe ich den Okularstutzen abgeschraubt, dies geht ganz leicht. Unter dem Stutzen befindet sich ein weiteres T-2 Gewinde (unteres Bild). Ich schließe meine Kamera an dieses Gewinde und komme nun endlich in den Fokus, da ich den Betrag, den die Okularstutzenhülse lang ist, näher an den Fokus komme. Und da die Hülse keinerlei Optik oder Filter enthält, ist die Entfernung problemlos möglich.



Rechts sieht man nochmal meinen AE Bino-Mate. Ich bin mit dem Teil sehr zufrieden, was das Preis-/Leistungsverhältnis angeht. Ein Punkt ist jedoch sehr zu kritisieren: Das Gewinde der beiden Klemmschrauben ist ziemlicher Murks. Die Wandstärke für das Gewinde ist viel zu gering, und so kann das Gewinde sehr schnell ausreißen und die Schrauben packen nicht mehr. Der schlimmste Fall wäre dann, daß die Okulare herausfallen, wenn man nicht darauf achtet, ein Fall, den man gerne vermeiden möchte. Selbst das Aufbohren und Neuschneiden eines größeren Gewindes brachte nichts, nach ein-, zweimal festziehen war das Gewinde wieder ausgelutscht. Z.G. fiel mir eine Lösung ein: zwei Aluminiumringe, die von der Breite und vom Durchmesser exakt über die Okularstutzen passen. Beide wurden mit einem Gewinde versehen, nun haben die Schrauben genug "Fleisch", um anständig zu packen und die Okulare zu klemmen. Die Ringe sind so exakt, daß ich sie auf den Stutzen pressen musste. Mit dem Ergebnis, daß die Ringe sauber halten und sich nicht verdrehen oder lösen. Die Ringe wurden außerdem geschwärzt. Nun kann ich meinen Bino-Ansatz wieder ohne Bedenken nutzen und muss keine Angst mehr haben, daß die Okulare herausfallen.


 

2" TS Crayford Okularauszug mit 1:10 Mikrofokussierung für Refraktoren:

Mein Vixen 80L, der bisher einen 1.25" Okularauszug mit Zahn & Trieb hatte und per Orion Motorfokus bedient wurde, bekam einen Schaden an der Fokussierwelle, diese wurde krumm und von Mal zu Mal ging der OAZ schwerer.

Daher tauschte ich diesen gegen den 2" TS Crayford Okularauszug mit 1:10 Mikrofokussierung aus. Das Fokussieren macht nun wieder Spass und ich kann den Vixen 80L endlich wieder öfter nutzen, und zwar ohne Motor und Batterien.




2" TS Crayford Okularauszug mit 1:10 Mikrofokussierung für Newton-Teleskope:

Mein Galaxy Dobson D10 hatte bisher einen Okularauszug mit Zahn & Trieb und wurde per Orion Motorfokus bedient. Der alte OAZ war sehr schwergängig und hatte viel Spiel, sodaß das Bild beim Fokussieren sprang.

Daher tauschte ich diesen gegen den 2" TS Crayford Okularauszug mit 1:10 Mikrofokussierung aus. Der neue OAZ wertet den Dobson auf und das Fokussieren macht nun wieder Spass. Außerdem benötige ich nun weder Motor noch Batterien.




Lacerta 1:10 Mikrofokussierung für Crayford Okularauszüge (Nachrüstsatz):

Begeistert von der Mikrofokussierung des Lunts entschloss ich mich, alle meine Geräte auf solch ein System umzustellen. Ich bestellte mir einen Lacerta 1:10 Mikrofokussierung für Crayford Okularauszüge als Nachrüstsatz und baute damit meinen Orion ED80 (links) um.

Dadurch konnte ich den Orion Motorfokus, welcher vorher montiert war, wieder entfernen und bin so nicht mehr auf ein Handsteuerkästchen mit Kabel, Batterie und Motor angewiesen.




Hama Druckluft Kartusche ohne Treibgas:

Ein tolles Geschenk machte mir mein Arbeitskollege Axel, unser Fotograf. Er besaß aus seiner Lehrzeit noch eine Hama Druckluft Kartusche, die mittlerweile wohl nicht mehr im Handel erhältlich ist. Der Clou an der Sache ist, daß sie kein Treibgas enthält, sondern daß man wie bei einer Luftpumpe mit einem Kolben die Umgebungsluft in die Flasche hineinpresst. Dazu steckt man den Kolben in die Flasche und pumpt mehrere Male, man merkt dann, wie der Druck in der Flasche steigt. Den Kolben kann man herausnehmen, die Flasche behält den Druck.

Anschließend kann man die Luft über den Düsenkopf wieder entnehmen und hat so eine Druckluft, die frei von Treibmittel ist, d.h. es bleiben keine schmierigen Rückstände und es droht auch keine Vereisung. Natürlich ist der Druck nicht so hoch wie bei einer richtigen Pressluft Kartusche, und auch nicht von langer Dauer, aber dafür kostenlos und ewig nachfüllbar. Im Deckel der Flasche befindet sich ein kleiner Schlauch, mit dem man an schwierige Stellen kommen kann. Die Flasche ist optimal, um den Chip der Kameras sowie Okulare zu reinigen. Zusätzlich besitze ich auch eine richtige Pressluft Kartusche, um an tief im Tubus liegende Stellen wie z.B. der Objektivlinse zu kommen.




Skywatcher H-EQ 5 SynScan GoTo-Montierung:

Die Skywatcher H-EQ 5 SynScan ist eine parallaktische (deutsche) GoTo-Montierung auf einem höhenverstellbaren Dreibein-Rohrstativ. Sie wiegt (bestehend aus Montierung und Stativ) etwa 14 kg. Die Gegengewichte (2 Stück) wiegen 4.5kg das Stück. Die Tragkraft selber liegt bei ca. 12kg.

Die Montierung besitzt zwei intern eingebaute Motoren für die RA- und DEC-Achse, einen Handcontroller und ein Polsucherfernrohr mit einer Polsucherbeleuchtung. Auf den Fotos abgebildet ist die TS Doppelprismenschiene, mit deren Hilfe ich zwei Geräte gleichzeitig auf der Montierung betreiben kann. Die Montierung wurde nachträglich mit dem GoTo-Upgrade Kit versehen.


                                    

Dobsonbox (Selbstbau):

Leider konnte ich den Dobson bisher nur im Freien verwenden, wo eine genügende Rundumsicht gewährleistet war. Auf dem Balkon konnte ich ihn leider nicht verwenden, da das Balkongeländer im Weg war und die Sicht versperrte. Außerdem war er in der Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt. Aus diesem Grund holte ich mir bei Bauhaus zwei Mörtelwannen aus Kunststoff, beide zusammen kosteten ca. 12 Euro. Ich habe extra 2 ineinander gestellt, um die Stabilität zu erhöhen, außerdem wurde dadurch die Höhe sowie das Eigengewicht größer.

Beide Wannen wurden miteinander verschraubt. Anschliessend wurde mit einem Kreisbohrer die Mitte gebohrt, sowie drei Löcher für die Rockerboxfüße. Ich kann nun die Rockerbox auf die "Dobsonbox" stellen und das Balkongeländer "unter mir lassen". Das ganze System inkl. Dobson ist sehr stabil und trägt hervorragend. Die Bilder sollten den Aufbau genügend verdeutlichen. Nun kann ich den Dobson auch endlich auf dem Balkon nutzen und mich hin und wieder auch der Deep Sky Beobachtung widmen.




Berlebach UNI 28 Stativ:

Meine Skywatcher H-EQ 5 SynScan GoTo Montierung betreibe ich mittlerweile auf einem Berlebach UNI 28 Stativ mit Doppelklemmung.

Die Maximalhöhe beträgt 163 cm, die Tragkraft 50 kg. Das Eigengewicht des Stativs liegt bei ca. 9 kg.

Durch die Doppelklemmung reduziert sich die Höhe um ca. 10 cm, d.h. die Gesamthöhe beträgt nun 153 cm.